Die räumliche Umwelt beeinflusst nicht nur, wie sich eine Organisation „anfühlt“, sondern auch, wie sie tatsächlich arbeitet.
Schon beim Eintreten in ein Gebäude bekommen Sie ein „Gespür“. Sei es in neuen oder alten Gebäuden, manche Organisationen fühlen sich unpersönlich und bürokratisch an. Andere dagegen vermitteln ein Bild von Engagement und Vitalität: Sie spüren die Sorgfalt, die auf die Organisation der räumlichen Interaktion verwendet wurde und Sie sehen eine Aktivität, die klar an einer tragenden Idee ausgerichtet ist.
Architektur hat einen machtvollen Einfluss auf das Leben und das Lebensgefühl in Organisationen. Das Layout und die Gestaltung eines Gebäudes ist mehr als Kosmetik. Es ist die Aufgabe, eine Lebenswelt zu entwickeln, die ganz im Zeichen einer starken Philosophie steht.

Architekturpsychologie
oder wie uns Gebäude denken lassen

Kennen Sie diesen Kloß im Hals beim Betreten eines Schulflures, die Bürolandschaften, die jede Inspiration im Keim ersticken oder die Ausstellungen, bei denen Sie spätestens im dritten Raum eine unwiderstehliche Müdigkeit übermannt? Gebäude haben einen großen Einfluss auf unser Befinden. Sie beeinflussen nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gedanken und die Art, uns zu verhalten. Wie können wir uns diese Effekte erklären und welche Mechanismen liegen ihnen zu Grunde?

Wir sind Architekten und Architekturpsychologen und befassen uns seit vielen Jahren mit dem Einfluss von Gebäuden auf das Leben und das Lebensgefühl in Organisationen. In der Kognitiven Architekturpsychologie fassen wir Erkenntnisse der Motivationsforschung und der Neurobiologie mit der Perspektive der Architektur zusammen. Das Ergebnis ist ein Erklärungsmodell für den Einfluss von räumlichen Strukturen auf das Denken, die Stimmung und das Verhalten in Organisationen.

Ohne dass wir uns dessen bewusst werden, nehmen wir Gebäude auf drei ganz unterschiedliche Weisen wahr:

  • Wir nehmen sie entweder als eine bloße Hülle wahr, in der wir verwaltet werden und die uns mit ihrer Banalität frustriert, oder
  • als ein Ambiente, mit einer ganz besonderen Aufenthaltsqualität, die unsere Aufmerksamkeit aber auf sich zieht, oder  
  • wir nehmen sie als ein Instrument wahr, das uns unterstützt, die Idee eines Ortes - das, worum es eigentlich geht - bewusst und aktiv zu leben.  
Die Motivationspsychologie und die Neurobiologie zeigen uns, dass diese Wahrnehmungen unsere Chemie im Kopf verändern. Ein Gebäude, das wir als ein Instrument wahrnehmen, um die Idee eines Ortes besser und d.h. bewusster zu leben, unterstützt uns, unsere Aufmerksamkeit auf diese Idee auszurichten und uns proaktiv zu verhalten. Wir erleben uns dann als selbstbestimmte Akteure und sehen unsere Situation als Chance und Aufgabe.

Wenn es einer Organisation gelingt, ein Gebäude zu entwickeln, das als ein Instrument ihrer Idee wahrgenommen wird, dann kann sie sich damit aus den engen Grenzen konventioneller räumlicher Vorstellungen befreien. Sie setzt ihre Philosophie zu einer eigenständigen räumlichen Typologie um, die ihr erlaubt, ihre Idee in einer viel umfassenderen und bewussteren Weise zu leben, als ihr das bisher je möglich war.

Wir haben uns zur Aufgabe gestellt, mit Organisationen Lebenswelten zu entwickeln, die ganz im Zeichen ihrer Philosophie stehen – einzigartige räumliche Umwelten, die dafür geschaffen sind, eine Idee konsequent zu leben, und damit selbst zu einem starken Markenzeichen werden.         

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